Xing-das-neue-PremiumXING professionalisiert sich weiter. Mit der Beantragung des „neuen Premium“ haben die Premium-Mitglieder die Möglichkeit, die Detailtiefe der Statistiken über Besucher ihres Profils noch viel weiter zu erhöhen als bisher. Wie auf dem Blog von emarcon.de zu lesen ist, bekommt man nun eine Menge an zusätzlichen Informationen über diejenigen angezeigt, die den Weg zum eigenen Profil gefunden haben. Das beginnt bei der Information, ob es Erstbesucher oder Wiederkehrer sind und hört bei den exakten Suchbegriffen auf, nach denen Sie gefunden wurden.

Informationen sind Trumpf

Das bekommt man schon auf Level 1 der Online Marketing Schule des Lebens beigebracht. Je mehr ich über meine Klientel, meine Zielgruppe oder/ und meine Besucher weiß, desto besser kann ich mein Angebot auf sie abstimmen. Und mit Angebot ist bei XING mein eigenes Profil gemeint.

Was bei diversen Webtracking-Tools schon längst Gang und Gebe ist, hat nun auch bei XING Einzug gehalten – die Keyword-Analyse. Sie sagt mir, über welche Suchbegriffe der Besucher zu mir gefunden hat. Ein mächtiges Instrument, wie ich finde, kann ich doch damit ganz zielgerichtet die Inhalte auf meinem Profil so anpassen, dass mich auch die richtigen Leute mit den richtigen Suchbegriffen finden. Keywords kann ich in meinem Profil an vielen Stellen hinterlegen:

  • Ich suche / Ich biete
  • Profilspruch
  • Portfolio

Man sollte hier mit etwas Sorgfalt vorgehen, denn im Grunde genommen sind diese Angaben der Spiegel meines Berufslebens und sollten schon sehr viel über mich als Arbeitnehmer, Angestellter oder Freelancer aussagen. Außerdem ist das Nutzen dieser Möglichkeiten astreines SEO und damit essentiell für eine gute Sichtbarkeit. Man darf nur nicht den Fehler machen und denken, dass man somit nach außen suggeriert, man suche einen neuen Job. Nein, ich eröffne mir damit Kontaktchancen in viele Richtungen, nicht nur in Richtung eines neuen Jobs. Wer also das Ausfüllen des Profils mit einer Arbeitssuche gleich setzt, der hat etwas missverstanden.

Wie setze ich mich auf XING in Szene?

Das Profilfoto

XING ist nicht gleich Facebook, also verwenden Sie ein seriöses Foto, was durchaus nicht langweilig sein muss. Man muss Sie aber schon auf dem Bild erkennen können und es kann auch nicht schaden, wenn das Foto etwas professioneller umgesetzt wurde.

Titel, aktuelle Tätigkeit und Arbeitgeber

Mein Auto, mein Haus, mein Hund – ja auch bei XING kann man ruhig zeigen, wer man ist und was man macht. Achten Sie auf die korrekte Verbindung zum Firmenprofil Ihres Arbeitgebers. Nicht selten führen Falschschreibweisen zu seltsamen Irritationen bei der Mitarbeitersuche.

Profilspruch

Zugegeben, den habe ich bis jetzt nie ausgefüllt, weil mir solche Leute immer suspekt sind, die in ihren Profil so etwas sinniges stehen haben wie: „Wir verwirklichen Ihren Lebenstraum“ oder „3 Neukunden am Tag! – Ohne Kaltakquise!“. Ich möchte über andere Inhalte gefunden werden und habe daher diesen Bereich frei gelassen. Aber jeder nach seinem G’schmäckle, wie der Schwabe sagt.

Ich biete / Ich suche

Diesen Bereich kann man entweder standardmäßig ausfüllen und seine Kernkompetenzen eintragen oder aber man nutzt die über die XING Beta Labs verfügbare Option, sich die Profileinträge von seinen Kontakten bestätigen zu lassen. Das hat den netten Effekt, dass man so recht schnell eine Art Referenzprofil in Form von Nutzerbewertungen bekommt. Hier sind natürlich die richtigen Begriffe und Fachtermini entscheidend, denn diese Inhalte sind für die Suchfunktion hochgradig interessant.

Berufserfahrung

Das ist Ihr Lebenslauf und sollte damit auch schon vollständig sein. Jede Position und jeder Abschnitt der Karriereleiter kann hier auf den Tag genau hinterlegt werden. Er repräsentiert Sie als Person und Mitarbeiter am besten, zeigt er doch die Stationen Ihrer beruflichen Entwicklung und damit die Erfahrungen, die sie bereits gesammelt haben.

weitere Profile im Netz

Diejenigen, die einen eigenen Blog betreiben, werden die RSS-Funktion zu schätzen wissen. Die erlaubt es mir, neue Blogbeiträge automatisch auf XING zu teilen. Auch das Einbinden der Twitter-Timeline ist in vielen Fällen ein interessantes Seeding-Instrument. Natürlich kann XING noch eine Menge mehr Netzwerke integrieren, von klassischen Bookmarking-Diensten bis hin zu Google+.

Events

Etwas „verspamt“ ist die Funktion „Gäste einladen“ an einem Event, da sie nach meinem Dafürhalten zunehmend inflationär genutzt wird. Ich bekomme jeden Tag unzählige Eventeinladungen, die ich schon gar nicht mehr anschaue. Klar, das Verbreiten solch eines Termins ist ungemein einfach, nur ob es erfolgreich ist, ist die andere Frage. Nichtsdestotrotz kann ich eigene Eventseiten anlegen, diese auch mit dem Ticketsystem von amiando koppeln und natürlich auch über verschiedene Kanäle bewerben.

Aktivitäten

Zu guter Letzt noch die Aktivitäten, die eine Art Timeline oder Activity Stream darstellen. Dort finde ich alle News meiner Kontakte und kann mich selbst auch produzieren. Die Darstellungsmöglichkeiten hinken noch etwas hinter denen der großen Big Player im Social Media Business zurück, aber Interaktionen und Teilungsmöglichkeiten machen es durchaus interessant, hin und wieder auch mal etwas zu posten.

Neues Premium beauftragen

Das ist ganz einfach. Man folge einfach in eingeloggtem Zustand diesem Link und melde sein Profil für den neuen Premium-Bereich an.

https://www.xing.com/premium/waitings/new

Premium vs. Standard Profil

Nun wird man sich fragen, was kostet denn eigentlich der Spaß? Bei 12 Monaten Laufzeit immerhin 5,95€ pro Monat. Ist es denn wert, über 70€ im Jahr für ein Profil in einem Social Network zu bezahlen? Das kommt auf die jeweilige Sichtweise an. Wenn man XING nur nebenbei und allenfalls aus Spaß an der Freude nutzt oder weil man mal von einem Bekannten dahin eingeladen wurde, dann macht es sicherlich wenig Sinn, das Geld dafür auszugeben. Wenn man aber schon mehr mit diesem Engagement verbindet, wie beispielsweise die Stellensuche oder die Informationsverbreitung oder auch das Networking, dann sind diese 70€ gut angelegtes Geld.

Xing Premium Profil

Man hat eine Vielzahl mehr Möglichkeiten, mit anderen in Kontakt zu treten. Auch die Anreicherung des eigenen Profils mit Dokumenten, Zertifikaten oder Referenzen ist nur in der Premium-Variante möglich. In der Regel kann man diese Ausgabe dann auch noch steuerlich geltend machen, sodass schlussendlich nur ein kleiner Betrag übrig bleibt, denn man tatsächlich für diesen Status ausgibt.

Allerdings ist es nicht ganz so easy, wie dieser etwas pathetische Teaser zum neuen Premium vermuten lässt.

Xing das neue Premium - Teaser

Ich muss mich schon anstrengen und auf etwas dafür tun, um gefunden und kontaktiert zu werden. Zurücklehnen und abwarten ist auch bei XING nicht zielführend. Aber das kennen wir ja auch von anderen Social Networks. Übrigens – XING ist meines Wissens das bislang einzige Netzwerk, wo ich ein vollgültiges Impressum in einem dafür vorgesehenen Bereich einpflegen kann *top* – auf der Profilseite ganz unten rechts ist der Link dafür zu finden.

 

 

XING – das neue Premium

Jan Pötzscher


Speaker, Blogger, Dozent / Social Media Nerd seit 2006 / Experte für Online Marketing, SEO und Social PR


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