Vero – die neue true Social App im ersten Test | Erstkontakt

Nachdem nun alle Spatzen von den Dächern das Veronimum pfeifen, habe ich mir die App auch mal angeschaut. Ist sie der neue Konkurrent für Instagram oder Facebook? So ziemlich jede neue App, jedes neue Social Network hat in den letzten Jahren Anspruch auf den Titel „Facebook-Konkurrent“ und „das neue Mega-Ding“ erhoben, so also auch VERO – true social. Ich habe die App mal installiert und angetestet. Hier also nun mein erstes Fazit. 

Da ich selbst keine Probleme beim Download hatte – im Gegensatz zu vielen anderen, die mit überlasteten Servern zu kämpfen hatten – ging die Einrichtung sehr schnell. Name, Email-Adresse, Passwort und Telefonnummer für Bestätigungs-PIN, das hat alles in allem ca. 10min gedauert. Dann noch Profilbild hochladen, kurze Vitae hinterlegen und fertig. Easy und simpel.

Look&Feel von Vero – der optische Eindruck

Obwohl Vero schon gut 3 Jahre alt ist, also in App-Jahren schon fast im Rentenalter, wirkt die App frisch und modern, ganz im Stile der anderen populären mobilen Anwendungen auf dem Markt. Sie macht keinen überladenen Eindruck, eher etwas zurückhaltend.  Das gefällt, weil es dezent und unaufgeregt daherkommt.

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Usability – Inhalte, Erreichbarkeit, Performance

Man hat auch ohne eine Anleitung schnell kapiert, wie man etwas postet, wo man sein Profil optimiert oder neue Freunde anfragt. Das funktioniert alles problemlos – zumindest weitestgehend.

Beim Aufruf der App ist die Ladezeit für mein Gefühl teilweise etwas arg lang. Da ich beim Aufruf der App auf die installierten Daten zugreife, sind 20s Ladezeit exorbitant. Oder werden hier schon Daten vom Server abgerufen? Da bin ich zuwenig Technik-Experte, um das beurteilen zu können. Wenn mein Smartphone aber während des Startvorganges der App wieder in den Bildschirmschoner-Modus wechselt, dann passt da etwas nicht zusammen.

Hab ich sie dann einmal geöffnet, flutscht es ganz gut.

Features – das geht in Vero

Ich kann Fotos posten, Links, Videos, Musik, Bücher (?) und Orte markieren. Nur einen einfachen Textpost, den kann ich nicht absetzen. Ich kann:

  • kommentieren
  • liken
  • Beiträge melden
  • Posts verstecken
  • eigene Posts löschen und noch einmal bearbeiten

Alle von mir geteilten Inhalte werden in „Collections“ kategorisiert, die ich selbst anlegen kann. Habe ich noch nicht probiert, werde ich aber noch tun. Der Chat funktioniert, auch wenn ich die Seite immer erst nachladen muss, bevor ich einen neuen Kommentar sehe.

Bugs und Probleme

Neben der Ladezeit geht auch die Suche nicht richtig. Nutzer, die eigentlich in Vero angemeldet sein sollten, werden nicht gefunden, dafür aber jede Menge Vorschläge angezeigt, allerdings nur mit Vornamen. Das Vorschaubild meines Blogposts wird nicht angezeigt, obwohl es beim Erstellen des Posts auswählbar war. Mein Profilbild habe ich zweimal hochgeladen, weil es beim ersten Mal nicht dauerhaft gespeichert wurde.

Ja es gibt wohl noch viele kleine und große Schwachstellen zu beheben. Eigentlich normal, sollte man meinen, bei einer neuen App. Aber halt – die hier gibts ja schon drei Jahre auf dem Markt? Und dann immer noch so buggy? Verwirrend!

Heißer Scheiß oder Rohrkrepierer?

Diese Frage habe ich mir bei Telegram und Threema, aber auch bei Ello und diaspora auch gestellt. Während ich mit einer kleinen Gruppe von Freunden Threema tatsächlich nach wie vor nutze, habe ich mich bei Telegram wieder abgemeldet. Das Ello-Erlebnis war kurz und freudlos, ebenso meine Zeit mit diaspora.

Solange sich nicht eine kritische Masse an Nutzern mit dem Netzwerk beschäftigt, solange wird es nur ein Nischen-Dasein führen. Und auch wenn in dieser Woche nicht nur t3n, heise odr PC-Welt, sondern auch die Bild darüber berichten und die ersten Early Adopter auf den Vero-Zug aufspringen, heißt das noch lange nicht, dass es was wird.

Denn wie man vom Gartner Hype Cycle weiß, kommt nach einem steilen Aufstieg ob dem Nimbus des Neuen ganz schnell die Phase der Ernüchterung. Dann wird sich zeigen, ob die hohen Erwartungen gerechtfertigt waren und ob sich eine neue Technologie oder eine neue Plattform bis auf das „Plateau der Produktivität“ entwickeln kann. Vor dieser letzten und so entscheidenden Phase steht beispielsweise auch die Emerging Technology „Virtuell Reality“. Der Weg ist also steinig und lang.

Kurzum: Muss man sich bei Vero jetzt schon anmelden?

Nein, muss man nicht, aber man kann. Denn die fehlende Datensammelwut und die nicht vorhandenen Werbeeinblendungen erleichtern den Erstkontakt enorm, auch wenn die App selbst noch keinen wirklichen Mehrwert gegenüber ihren dominanten Wettbewerbern wie Instagram oder Facebook hat.


Und das sagen andere Blogger zu Vero:

Dajana von bemoreimpulsee

 

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