Videos sind nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch in der Corporate Communication kaum noch wegzudenken. Im Gegenteil, sie sind so populär, dass Ed Wohlfahrt dazu nun zu einer Blogparade aufgerufen hat. Da ich beruflich doch mittlerweile auch recht viel im Bewegtbildbereich mache, passt diese Themenvorlage wie die Faust auf`s Auge.

Videos als Sahnehäubchen für Corporate Content.

Für mich sind Videos ein wichtiges Element zur Unterstützung von Inhalten und manchmal auch zur Aufwertung. Denn mit kurzen Clips kann man Dinge ausdrücken, die man mit einem langen Text nicht so rüber gebracht hätte.  Aber ich halte Videos nach wie vor eher für die Kür, als für eine Standard-Disziplin. Denn Videos können textliche Inhalte wunderbar ergänzen, werden sie aber niemals ersetzen. Es gibt eben auch nicht nur die audiovisuellen Typen, es gibt auch noch sehr viele, die sich gute Inhalte einfach durchlesen wollen. Außerdem kann man nicht in jeder Situation ein Video schauen und manchmal gibt es das mobile Netz auch einfach nicht her.

Was in meinen Augen jedoch wunderbar funktioniert, wenn man kurze Clips als Teaser oder als Unterstützung eines komplexeren Themas verwendet. Das lockert auf und vermittelt zugleich die nötige Authentizität.

Professionell ist nicht gleich gut – Videos müssen nicht zwangsläufig mit der Profi-Cam aufgenommen werden.

1080p HD Auflösung, ein vernünftiges Mikrofon und etwas Ausleuchtung – mehr braucht ein 3min Clip nicht. Dass es nicht mehr die verwackelten Handy-Videos sein sollten, ist klar. Aber auch mit dem Handy aufgenommene Clips erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, zumal Video in vielen Facetten im Netz vorkommt. SnapChat oder Periscope leben von den Handycam-Clips, während auf Vimeo eher die hochwertigen Produktionen zu Hause sind. YouTube bewegt sich irgendwo dazwischen. Schaut man sich aber die mittlerweile semi-prominenten YouTuber an, dann lernt man eine Sache sehr schnell von ihnen:

 

Es kommt nicht auf das Equipment oder die Schnitttechnik an. Die Akteure, Inhalte und Botschaften sind entscheidend!

Von daher sollte man sich nicht zuerst die Frage stellen, welche Filmagentur man anheuert, sondern was man zeigen möchte. Eine Full-HD Cam mit Stativ, ein bis zwei Scheinwerfer und ein Kondensator-Mikrofon sind erschwinglich und reichen als Equipment in den meisten Fällen aus. Als Schnittsoftware hat sich bei mir Magix Video Deluxe Premium ganz gut gemacht, da es auch gleich eine Screencast-Funktion mitbringt, wenn man direkt vom Bildschirm abfilmen möchte.

Ich spreche hier wohlgemerkt nicht von hochwertigen Image-Clips, sondern quasi vom Tagesgeschäft eines Social Media Redakteurs oder Marketing Kommunikators.

Die Sonne lacht, nimm Blende Acht.

So wenig, wie dieser Spruch noch Gültigkeit hat, kann man auch sagen, auf welchen Plattformen Videos am besten aufgehoben sind. Daher kann ich nun nur von mir ausgehen. Ich platziere Videos immer auf YouTube, weil ich auch hin und wieder Google Hangouts OnAir aufnehmen und daher sowieso schon eine YouTube-Verbindung da ist. Außerdem lassen sich YouTube-Clips unglaublich einfach auf den verschiedensten Plattformen integrieren, ob nun Facebook, Twitter oder auf der WordPress-Website bzw. dem Blog.

Ich baue die Videos in Landingpages auf der Website ein, reichere damit Blogposts an und lade sie auch schon mal direkt auf Facebook hoch. Selbst einem Tweet kann man dank Abspielen in der Timeline mit einem Clip zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. In der Regel sind es Clips von nicht mehr als 3min Länge, denn “snackable” müssen sie sein, also leicht verdaulich und konsumierbar.

Und genau das ist auch meine abschließende Empfehlung:

  • lieber mehrere kurze Clips als ein Langer
  • hochwertig ja, aber nicht zwingend super-professionell
  • nicht in Kanälen oder Formaten denken, sondern in Botschaften und Aussagen

Und was das 360 Grad Feature angeht, was nach YouTube nun auch Facebook anbietet – das ist schon ein Meilenstein und wird sicherlich die Zukunft des Online Videos bestimmen.

Quelle: Pixabay CC0 1.0
Zukunft Online Video – muss es nun immer der 360 Grad HighEnd Clip sein?

Beitragsnavigation


Ein Gedanke zu „Zukunft Online Video – muss es nun immer der 360 Grad HighEnd Clip sein?

  1. Hallo Jan, freue mich sehr über die erste “echte” Einreichung zur Blogparade. Ich sage das nicht, weil ich die anderen abwerten möchte aber dennoch originären Content als das zu kennzeichnen, was er ist, originär bzw. für die Blogparade geschrieben. Vielen Dank dafür. Toll finde ich auch, dass du aus der Praxis berichten kannst. Das hilft allen weiter, die jetzt vielleicht vor der Frage stehen, gehe ich das Thema an oder doch nicht..? Nochmals danke und beste Grüße vom Wörthersee!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.